Ganz frisch aus dem Kino
Eben noch im Kino 4 des Cinekarree, jetzt schon wieder am Blog - wir vom Filmabriss verstehen uns als Dienstleister: Von Film-Buff zu Film-Buff.
So möchte ich an dieser Stelle schon kurz darauf hinweisen, dass wir in der morgigen Sendung berichten werden, warum die Surrogates gegen die Avatars keine Chance haben, auch wenn Bruce Willis nicht die schlechteste Vorlage für ein Alter Ego abgibt.
Weiterhin versuchen wir zu ergründen, was der Unterschied zwischen einem Gleichnis und einer Gleichung ist, denn Elmar hat einen ernsthaften Mann kennen gelernt, der ein weiterer würdiger Bewohner des Coen-Kosmos ist.
Dies gibt ihm auch Gelegenheit, wieder seine favorisierte Sixties-Mucke abzuspielen, auch wenn der Soundtrack des Abends eher aus den 30ern stammt, gleichwohl von einem weiteren Meisterwerk der Coen-Brüder: O Brother, where art thou?
Das frage ich mich auch: Richard, wo bist du? König Richard ist zurück von seinem Kurztrip nach London, wo er auf den Spuren des Meister-Detektivs wandelte und für den Filmabriss Guy Ritchies Neuinterpretation von Sherlock Holmes be-preview-te.
Außerdem dabei: 13 Semester und ein bisschen weise.
Last but not least: Sobald der Tomaten-Mozarella-Teller hergerichtet ist, wird sich Elmar vor den Fernseher platzieren, um sich per singulären Rückblick in Oscar-Stimmung zu bringen. Der Film des Abends kommt von Paul Haggis und führt in L.A. Crash in einem Ensemble-Drama der Extra-KLasse mehrere Schicksale auf die harte Tour zusammen...
Wir hören uns!
Der Filmabriss - mit dem Richard und dem Elmar
Elman Smithee - 26. Jan, 19:31
O Ton, verweile doch!
Kaum ist er gesendet, der Ton, da hagelt es schon Korrektur-Wünsche. Diese nehmen wir gewiss sehr ernst.
So wurde uns angetragen, dass im Interview mit Martin Frostberg, dem Mitarbeiter vom Schwedischen Filminstitut (SFI), sich zwei kleine Fehlerchen (man beachte den doppelten Diminutiv) eingeschlichen haben:
1.) Die Anzahl der Bücher in der Bibliothek des SFI ist um den Faktor 10 kleiner, ist mit 50.ooo Buchtiteln aber immer noch Schwedens größte Fachbibliothek zum Thema Film.
2.) Das Institut wurde in den 60ern nicht durch Harry Schein gegründet, sondern durch den schwedischen Staat. Wohl aber war Harry Schein der federführende Initiator und erster Geschäftsführer des Instituts.
Vielen Dank für die Hinweise, Martin.
Wir haben hiermit unserer Korrektur-Pflicht Genüge getan und nutzen, wenn wir schon dabei sind, die Gelegenheit der Retrospektive, um noch zwei visuelle Impressionen nachzuliefern.
Das Schwedische Filminstitut von aussen
Die an Filmmaterial-Ästhetik orientierte Innenarchitektur

Elman Smithee - 18. Jan, 19:29
Tempus Patricks surname
Jetzt jährt es sich auch bald schon zum zweiten Mal, dass ein begnadeter Schauspieler zu früh von uns scheiden musste. Anders als ein Mensch wie Ingmar Bergman, der auch Schwerpunkt unserer Sendung war und seinen Dämonen einen Platz in seinem Leben einräumte, beugte sich der Schauspieler Heath Ledger diesen Dämonen und ließ sich von ihnen aus seinem Leben ziehen. Am 22. Januar 2008 starb Heath Ledger noch nicht einmal 29-jährig. Am 07. Januar 2010 kam nun "The Imaginarium of Dr. Parnassus" von Terry Gilliam in die deutschen Kinos - mit Heath Ledger in einer der Hauptrollen.
Terry Gilliams Trauma
Dieser Film wird als das Vermächtnis Heath Ledgers in die Geschichte des Kinos eingehen. Wäre er doch nur vor Beginn der Dreharbeiten zu "The Imaginarium of Dr. Parnassus" gestorben! Dies mag zynisch klingen. Heath Ledger war ein großartiger Schauspieler, ohne Frage. Aus Sicht des Cineasten ist dieses Fragment gebliebene letzte Zeugnis seines Schaffens gerade nach der grandiosen Darstellund des Jokers leider nur eine blasse Randnotiz. Dies mag vor allem daran liegen, dass Heath Ledger dem Film nicht ganz seinen Stempel aufzudrücken vermochte.
Es mag nicht der sechste Produktionstag gewesen sein, an dem Heath Ledger verstarb, wie das bei "The Man who killed Don Quixote" mit Jean Rochefort in der Hauptrolle der Fall war. Und diesmal wollte Terry Gilliam nicht die Segel streichen - und aus der Not eine Tugend machen. Die Freunde Heath Ledgers - Johnny Depp, Jude Law und Colin Farell - sprangen für den Verstorbenen ein und spielten sein Alter Ego in der imaginierten Welt des Dr. Parnassus.
Der alte Kampf um die Seele
So ganz will die Strategie allerdings nicht aufgehen. Es wäre interessant zu erfahren, in welchem Umfang das Skript umgeschrieben werden musste, damit die anderen Akteure möglichst glatten Einbau fanden. Denn der Film erscheint nicht aus einem Guss, ist nur mehr eine Nummernrevue. Der Film besitzt den Charme, den besonderen Touch eines genialen Geistes vom Range eines Terry Gilliams und spiegelt das Kernthema wider, das Gilliam Zeit seines Lebens um- und immer wieder - trotz aller Rückschläge (s. das Münchhausen-Fiasko) - vorantreibt: Die Hymne auf die Kraft der Imagination. Der Film strotzt so auch vor visuellen Einfällen. Und doch fehlt ihm - nach bescheidener Einschätzung des Schreibers dieser Zeilen - das, wonach Dr. Parnassus (Christopher Plummer) als Gegenstand einer Wette mit dem teuflischen Mr. Nick (Tom Waits) trachtet: Seele(n).
Dem Film mangelt es an Seele, er wirkt seltsam unmotiviert. Vor dem Hintergrund der Tragödie um Heath Ledger ist dies aber nur allzu verständlich.
Man möchte dem Film und Terry Gilliam allerdings zugute halten, dass er Mut bewiesen hat, das Unternehmen trotz schlechter Vorzeichen zu einem Ende gebracht zu haben - den Mut eines Getriebenen, trotz aller Hindernisse weiterzumachen.
Der Mut, der schließlich einem anderen Getriebenen fehlte: Heath Ledger.
Das ist das wahre Drama des Films.
Elman Smithee - 16. Jan, 18:10
Nun denn, ich habe wohl eine Anagrammatik-Schwäche. Dafür sind die Podcasts wieder ganz ordentlich geworden.
Diesmal für den portablen Konsum aufbereitet:
Das Interview mit Herrn Professor Jürgen Haase, Geschäftsführer vom PROGRESS Film-Verleih
Dies zur Überbrückung der Zeit bis zu kommenden Woche, wenn es wieder heißt:
Filmabriss, die wahrscheinlich beste Kinosendung im Hochschulradio Aachen
Elman Smithee - 4. Jan, 17:47
Weihnachtsstress? Nicht mit uns!
Es mag zwar noch Weihnachten sein, aber das soll nicht heißen, dass wir vom Filmabriss nur vollgefressen auf der Couch rumfläzen, nein, wir schaffen es trotzdem noch, uns auf den Kinosessel zu schleppen, um für euch die aktuellen Filme einer Begutachtung zu unterziehen.
Elmar, der Streber
So hat es Elmar heute sogar in zwei Filme hintereinander geschafft: Zum einen kann er nun den durchweg positiven Eindruck Richards bestätigen, den er in der letzten Sendung bezüglich Woody Allens neuen Volltreffers "Whatever works" äußerte. Ein Tipp für alle Freunde und Freundinnen redseliger Komödien (redselig im besten Sinne, nicht wahr, Alessio?!).
Der zweite Film des Tages galt dem Besuch des erst gestern gestarteten "Soul Kitchen", von unserem German-Turkish wunderkind Fatih Akin, der uns mit der gelungenen Komödie Appetit auf Soul und Hamburg macht.
Mehr dazu in unserer nächsten Sendung. Nur soviel: Ich kann die Leiden des nicht mehr ganz so jungen Zinos durchaus nachvollziehen als immer noch an einem Bandscheibenvorfall Laborierender (Prolaps oder Protusion - ich weiß es nicht).
Natürlich müssen wir uns auch noch von Avatar berauschen lassen. In 3D, versteht sich, aber leider nicht im Original.
Ein guter Schauspieler ist noch lange kein guter Synchronsprecher - und vice versa
Dieser Weisheit kann ich den Binsenflechtern nur beipflichten, nachdem ich letzte Woche "Wo die wilden Kerle wohnen" von Spike Jonze sehen durfte, musste ich doch Zeuge werden, wie die gewiss gute Schauspielerin Jana Pallaske die Stimme und somit die Überzeugungskraft eines Wilden Kerls (eigentlich Kerlin) verhunzte. Es ist eine Unart, dass immer wieder und vermehrt professionelle, aber unbekannte Synchronsprecher (wer interessiert sich schon für deren Gesicht hinter der markanten Stimme) durch bekannte Schauspieler ersetzt werden, die nicht das Potential für nur das Wirken mittels Stimme haben. Die Eigenart des Synchronsprechers bedarf andere Qualitäten als die eines Schauspielers. Das ein ärgerlicher Galletropfen in einem ansonsten großartigen Filmmeer (was für ein schräges Bild!).
Und sonst?
Wir wollen euch einen neuen Teil der Kurzserie "Elmar und der Filmverleih" vorstellen sowie unter Umständen (falls es mit der Übersetzung klappt) ein Interview mit zwei Mitarbeitern des Schwedischen Filminstituts für die Sendung aufbereiten.
Ah, da war noch etwas ...
Da wir leider immer noch ehrenamtliche Fimschauer sind (dies ein Aufruf an das Mäzenatentum, das unsere Leidenschaft "Kino" unterstützen möchte, damit wir noch mehr Zeit unserer wahren Berufung widmen können), freuen wir uns über jede Art der Kooperation.
Diese funktioniert hervorragend mit den Aachener Kinobetreibern, bei denen wir uns hiermit herzlich bedanken ( zu Weihnachten wird man immer so emotional!), auch für Hinweise zu Neuerungen oder Specials, die wir gerne verkünden, auf dass noch mehr Menschen vom Virus der Cinephilie befallen werden.
Hier also schon mal zwei Infos zu kommenden Events:
a) Im Apollo gibt es ab Januar jeden ersten Mittwoch um 22:15 Uhr eine Sneak Preview, startend also am 06.01.10. Wir dürfen gespannt sein, wie die Alternative zum Cinekarree aussehen wird.
b) Für alle Norden-Fans (zu denen sich auch Elmar ausdrücklich zählt): Am 03.01. lädt das Apollo zu einer Open Air Preview ein. Gezeigt wird der norwegische Film "Nord" - exklusiv auf der Apollo-Terrasse. Also packt euch warm ein.
Mehr Details zu dieser Aktion auf der Seite des Apollos und in unserer Sendung.
Wir hören uns!
Elman Smithee - 26. Dez, 22:15
Wie in der letzten Sendung vom 16. Dezember versprochen, weisen wir auf die Podcasts hin, die wir auf unserer Homepage vom Hochschulradio Aachen wie folgt hinterlegt haben:
www.hochschulradio-aachen.de/programm/podcasts
Hier findet ihr die Interviews mit:
1.) Matthias Kapohl vom Soundtrack Cologne
2.) Ulrich Reuter - Professor für Filmmusik an der HFF Potsdam
3.) Wulf Soergel - Mit-Begruender des Filmverleihers Neue Visionen
Viel Spass beim Nachhoeren!
Elman Smithee - 20. Dez, 17:24
Juten Tach!
Mittwoch, der 16. Dezember 2009 von 20 - 22 Uhr ist wieder Zeit für die aller bestesteste und einzige Kinosendung der Welt, den Filmabriss!
Nach einem Monat Pause, vielen Interviews und vielen Kinofilmen sind wir jetzt wieder für euch da. Heute gibts tolle Sachen:
Thema des Abends - Wie werde ich Filmmusiker?
- Interview mit Matthias Kapohl - Organisator des Filmmusik Kongresses Soundtrack Cologne
- Interview mit Prof. Ulrich Reuter - Filmkomponist und Professor an der Hochschule für Film und Fernsehen Babelsberg
Aktuelle Filme:
- Whatever works (Woody Allen)
- Das Orangenmädchen
- Der Solist
Soundtrack des Abends - "Soundtracks von CAN"
Wir hören uns!
Eure Kinoleute
Richard und Elmar
RBretschneider - 16. Dez, 14:55
Liebe Kinofreunde,
diese Woche Mittwoch gibts natürlich wieder nur die aller bestestetesten Kinothemen in der einzigen Kinosendung der Welt.
Aktuelle Filme:
- Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte
- Hachiko
- Ganz nah bei dir
- 2012
Filmklassiker des Abends:
Das Lächeln einer Sommernacht von Ingmar Bergman
Soundtrack der Woche:
From dusk till dawn
Spezial:

Da mit Hachiko ein neuer Filmhund in die Kinowelt gekommen ist, nehmen wir uns das mal zum Anlass und präsentieren euch
die wichtigsten Filmhunde der Kinogeschichte. Und dabei werden wir auch aufdecken warum Lassie transsexuell ist! (kein Witz!).
Also seid gespannt! Was anderes als uns gibts nich.
Euer Filmabriss aka Richard & Elmar
RBretschneider - 18. Nov, 11:50